Pressemitteilung vom 01.04.2014

Der Einsatz des Pestizid Fipronil in Rheinland-Pfalz 

In den vergangenen Jahrzenten hat der Drahtwurmbefall im Kartoffelanbau in Rheinland-Pfalz stark zugenommen und erheblichen Schaden angerichtet. Um den Befall zu vermindern, wird vermehrt das Pestizid Fipronil eingesetzt.

Fipronil ist jedoch ein problematischer Wirkstoff, da er eine sehr hohe Toxitiziät gegenüber anderen Organismen aufweist. In Bezug auf eine Kleine Anfrage erklärt  Andreas Hartenfels (als Umwelt- und Naturschutzpolitischer Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz):

„Der Drahtwurmbefall stellt eine existenzielle Bedrohung für viele Kartoffelanbaubetriebe dar und muss somit bekämpft werden. Jedoch darf dabei das Pestizid Fipronil nicht als einzige Maßnahme zur Drahtwurm-Bekämpfung angesehen werden. Als eine alternative Perspektive ist die Entwicklung von Köderverfahren zu nennen.  Hierbei sollen die Drahtwürmer angelockt und mit entomopathogenen Pilzen bzw. weniger risikobelasteten Insektiziden abgetötet werden.

Desweitern wird in einem seit  2014 gestarteten Projekt die  sogenannte „Biofumigation getestet, wodurch Stoffe entstehen, die die Drahtwürmer abtöten können.  Diese Strategien sind auszuweiten und weiter zu entwickeln, um den problematischen Einsatz von Fipronil zu vermindern und ersetzen zu können“, so Hartenfels.

http://andreas-hartenfels.de/uploads/media/Fipronil_3443-16.pdf

 

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