Besuch bei Kuseler Landwirten am 14.11.2011

Die Grünen-Politiker und Landtagsabgeordneten Andreas Hartenfels (Wahlkreis Kusel, Umweltpolitischer Sprecher) und Dietmar Johnen (Wahlkreis Bitburg/Prüm, Landwirtschaftspolitischer Sprecher) besuchten am 14.11.2011 den Biogas-Betrieb von Martin Schneider in Konken und den Schweinemastbetrieb von Kreisbauernchef Marcel Müller in Körborn. Ziel war, sich vor dem Hintergrund der GAP-Reform (Neuausrichtung der Landwirtschaftlichen Fördermittel für die nächste Förderperiode ab 2014) in der europäischen Union über die Situation der landwirtschaftlichen Betriebe im Kreis Kusel zu informieren.

Deutlich wurde bei der Besichtigung der Betriebe und den Gesprächen mit mehreren Landwirten, dass die Betriebe in unserer Region nachhaltig und standortsangepasst ihre Flächen bewirtschaften. Hier werden die Futtermittel noch auf den eigenen Flächen mit dreigliedriger Fruchtfolge produziert, Futtermittelskandale können vermieden werden.

Unter der Prämisse „Wachsen oder Weichen“ geraten jedoch auch gerade in Rheinland-Pfalz die eher bäuerlichen Betriebe erheblich unter Druck. Dies trifft insbesondere für die besichtigten schweinehaltenden Betriebe zu. Der schlechte Preis für ihre qualitativ hochwertigen Produkte lässt ein vernünftiges Einkommen nicht mehr zu. Die Folge sind Betriebsschließungen, die gerade im Schweinezuchtbereich dazu geführt haben, dass inzwischen fast 90% des Verbrauchs in Rheinland-Pfalz importiert werden muss. Mit verheerenden Folgen für Natur und Umwelt. Nicht nur aufgrund der weiten Transportwege, sondern auch aufgrund der Massentierhaltung in diesem Segment außerhalb von Rheinland-Pfalz.

Leider ist auch die mittelständige Metzgerstruktur inzwischen so zerschlagen worden, dass kaum noch regionale Absatzwege für kleinere Produktmengen gegeben sind. Erfreulicherweise ist die Region durch den Schlachthof Braun in Konken, der gezielt regionales Fleisch vermarktet, hier noch gut aufgestellt.

Sowohl Andreas Hartenfels, als auch Dietmar Johnen – der einen landwirtschaftlichen Betrieb in der Eifel führt -  wollen sich bei der Reform der europäischen Agrarpolitik für eine Förderung des ländlichen Raumes einsetzen. Der Anteil der CO-Finanzierung durch EU-Mittel gilt es zu erhöhen, damit ein größeres Finanzvolumen nach Rheinland-Pfalz fließen kann. Hier setzt die Landesregierung auf eine stärkere Förderung der regionalen Vermarktung. Entscheiden kann jedoch am stärksten der Verbraucher mit seinem Einkaufskorb – indem er bewusst regionale Produkte bevorzugt. Unsere Landwirte verdienen einen guten Preis für ihre Lebensmittel, von dem sie auch leben können.    

 

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